Warten auf Regen von Mithal Ghazi nach Motiven von Samuel Becketts "Warten auf Godot"

Ein Thema - vier Inszenierungen aus Bagdad, Berlin und Erbil, Uraufführung am 16. Oktober 2008 im Hans-Otto-Theater Potsdam, Reithalle A, Premieren im Oktober/November 2008 im Theaterhaus Mitte, Gastspiel im Dezember 2009 im Kulturhaus Erbil

Das 5-Personen Stück „Warten auf Regen“ transportiert Becketts „Warten auf Godot“ in die Jetztzeit: Während zwei aus dem Gefängnis entlassene irakische Männer durch die Wüste irren, begegnen ihnen zwei Frauen - eine amerikanische Offizierin und eine deutsche Söldnerin. Der berufliche und soziale Hintergrund der beiden Männer bleibt unerwähnt. Die Kommunikation ist erschwert, denn der eine ist Araber, der andere Kurde. Lediglich Sprache und Kultur verleihen ihnen eine rudimentäre Identität. Ähnlich wie bei Beckett können sie die Situation nicht verlassen. Das Auftreten der beiden Frauen im zweiten Akt unterstreicht die Unveränderlichkeit der Situation. Beide Paare sind sich ihrer auswegslosen Situation bewusst und hoffen dennoch. Araber und Kurde, Offizierin und Söldnerin glauben das jeweils anderen Paar könnte sie aus der Wüste retten. Ein Engel tritt auf. Immer wieder verspricht er beiden Paaren das Erscheinen eines angekündigten Retters. Dieser lässt aber auf sich warten, sein Kommen wird daher vom Engel fortlaufend verschoben. Das Stück zeigt die aktuelle Lebenssituation vieler Iraker auf tragisch-komische Weise. Ein Ausweg aus der gegenwärtigen Krise ist nicht leicht zu finden.

Koproduktion I.-O.-Theater/Hochschulen der Künste Bagdad und Dohuk
Regie: Ihsan Othmann

I.O.Theater Berlin
Regie: Veronica Nowag-Jones

Nationaltheater Bagdad
Regie: Al- Khalidi Maimoon Abdalhamza Hassun

Kulturhaus - Theater Erbil
Regie: Hamawandi Hiwa Souad

aus den Besprechungen:

"Warten auf Regen. Angelehnt an "Warten auf Godot" von Beckett.
Und doch ganz anders. Als 2003 die Amerikaner in den Irak einmaschiert sind, hat Ihsan Othmann darüber nachgedacht, wie das wohl werden wird. Welche Erwartungen haben sie voneinander, welche Hoffnungen, und was wird sich davon erfüllen.

Othmann: "Diesen Gedanken habe ich gehabt und habe gesagt, irgendwann muss man auf der Bühne haben. Und die erste Sache ist die Sprache. Ein Amerikaner, der nur englisch spricht, geht zum Iraker, der zu 80 Prozent kein englisch verstehen, nicht nur sprechen auch verstehen nicht."
Timm Lang, Deutschlandradio Kultur

Zwei Iraker und zwei westliche Soldaten haben sich in der Wüste verirrt. Sie warten auf Regen und hoffen auf gegenseitige Hilfe. Die aber bleibt aus. Ein Stück über das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen.

Fünf Schauspieler, fünf Sprachen. Kurdisch, arabisch, englisch, deutsch, persisch. Eine kommunikative Herausforderung, die Othmann gesucht hat."
Tim Lang, Deutschlandradio Kultur
 

"Der ungewohnte Klanghintergrund ließ auch die Zuschauer in völlig fremde Welten tauchen. Und auch wenn man die deutschen Bedeutungen eingeblendet bekam, zog man es bald vor, sich hauptsächlich auf das Spiel der Protagonisten einzulassen. Denn die jeweiligen Beziehungen hatten es in sich. Die beiden Iraker – der eine Araber, der andere Kurde – können sich kaum miteinander verständigen. Sie finden weder einzeln noch gemeinsam einen Ausweg aus der lebensbedrohlichen Situation. Hoffen, Glauben, Wünschen und immer wieder Streiten statt Analysieren oder endlich Handeln. Das Stück liefert damit eine sehr plastische Beschreibung der inneren Befindlichkeiten des heutigen Irak. Haytham A. Ali und Moufaq Sdqi statten ihre Figuren mit einiger Larmoyanz, ziemlich viel Gutgläubigkeit, aber auch einer gehörigen Portion Witz und männlicher Überheblichkeit aus.

Fast gegensätzlich dazu erscheinen die zwei Frauen. In voller Kampfmontur und mit lautem englischen Kommandoton tritt die amerikanische Kommandantin (Antje Thiele) auf. Sie hat das Sagen – auch hier in der Wüste – und im Schlepptau eine mit Koffern bepackte und des eigenen Willens beraubte, dazu traumatisierte deutsche Söldnerin (Cornelia Werner). Ihr Herr-Knecht-Verhältnis hält im Stück einige sehr absurde Konstellationen bereit. Als die Iraker merken, dass die beiden Frauen verletzlich, hilfebedürftig, aber auch pragmatischer sind als sie selber, hoffen sie, dass diese ihre Probleme lösen können. Doch auch die Frauen suchen ihr Heil in der Flucht. Blind, erschöpft und buchstäblich im Kreis gelaufen treffen sie später wieder bei den irakischen Männern ein."
Astrid Priebs-Tröger, Potsdamer Neueste Nachrichten

"Zwei Männer kommen von der Oberbühne in die „Wüste“ hinunter, augenscheinlich auf der Flucht. Sie sprechen arabisch (Haytam A. Ali) und – in Verzweiflungssituationen – kurdisch (Mouafaq Rushdie), sie sind verwirrt, und sie streiten sich über ein Schiff, das da aus der Wüste herausragt. Sie erkennen in dem Segel und dem Schiffsmast Zeichen der Hoffnung, die sie an Noah aus der Heiligen Schrift erinnern. Sie streiten sich, wie Männer in hoffnungslosen Situationen das so tun, sie entwickeln immer wieder neue Zuversicht, aber bleiben dennoch in ihrer Wüste stecken.

Da kommen zwei Soldatinnen, eine amerikanische Kommandantin (Antje Thiele), die ihre deutsche Söldnerin (Cornelia Wörner) wie Vieh behandelt. Die beiden Männer halten die Frauen zunächst für Männer, was für ein gewisses Durcheinander sorgt. Das Sprachbabel ist komplett, die Situation völlig absurd, als beide Parteien die jeweils andere als mögliche Retter aus der verfahrenen Lage ansehen, aber alle sind gleich hilflos.

Das Aufeinandertreffen der so ungleichen Partner offenbart die paradoxe Situation des Krieges, der die Brutalität von Folterern ebenso heraufbeschwört wie die Orientierungslosigkeit der aus ihrer Heimat Vertriebenen. Beklemmend die Erschöpfung der Kommandantin, die in bodenlose Gemeinheit ihrer Söldnerin gegenüber umschlägt, wenn sie diese vorführt: Sie soll tanzen, und sie tut das wie ein Tanzbär, sie soll „denken“, und heraus kommt ein düsterer und beeindruckender Monolog über die Dunkelheit, den fehlenden Schatten, die 50 Grad Celsius in der Wüste.

Dann sind die beiden Frauen wieder weg, und von der Oberbühne schwingt sich im Donner und Blitz ein Engel herab, der den Männern erneute Hoffnung auf Rettung bringt. Kaval Sdqi, die Persisch spricht, personifiziert die interkulturelle Kooperation, die diese Inszenierung erst gestattete: Sie konnte im Hans Otto-Theater hospitieren.

Das Theaterhaus Mitte in Berlin und sein Trägerverein „Förderband“ ermöglichen seit 2006 die Zusammenarbeit mit Theaterakteuren aus dem Irak. Nur in Nordirak ist zurzeit eine kontinuierliche künstlerische Arbeit möglich, in Bagdad, wo Haytam Ali arbeitet, können Vorstellungen nur per SMS bekannt gemacht werden; erst seit September diesen Jahres werden auch wieder abends Aufführungen realisiert. So ist die Kooperation, deren größtes Projekt „Warten auf Regen“ ist, ein wichtiger Baustein zur Wiederaufbauhilfe der kulturellen Arbeit im Irak.

Die vielen Zuschauer dankten für das außergewöhnliche Theaterereignis mit starkem Applaus."
Hanne Landbeck, Märkische Allgemeine

"Allerdings haben sich Herr und Sklave, die bei Beckett (nun die Realität im Absurden) plötzlich als Herr und Sklave aus der Kolonialzeit auftauchen  - Lucky, der Herr und Pozzo, der Knecht -, in der deutsch-irakischen Gemeinschaftsproduktion nun in zwei englisch und deutsch sprechende Soldaten verwandelt, die von von zwei Frauen gespielt werden; der Vorgesetzte, ein US-Leutnant, quält mit letzter, schon erschöpfter Härte, seinen Untergebenen, einen deutschen Söldner, der voll beladen alle möglichen unnötigen Utensilien durch die Wüste schleppt. Doch letztlich sind auch diese beiden nur Reliquien einer verzweifelten, verdurstenden, zum Scheitern verurteilten Zivilisation. Getrieben von einer zwanghaft verinnerlichtern Disziplin, deren Sinnlosigkeit angesichts des permanenten Irrweges durch die Wüste mehr grotesk als tragisch wirkt. Der geprügelte Sergeant, der die Sinnlosigkeit dieser Befehl-Gehorsam-Beziehung und des Soldatentums nicht erbarmungswürdiger zum Ausdruck bringen könnte, schleppt mit Sand gefüllte Koffer. Dass aber so viel Spaß an diesem Spiel vermittelt wird, liegt ganz sicherlich an der nicht minder tiefgehenden, aber doch ausgesprochen flexiblen Auffassung der befreundeten Theaterschulen in Bagdad, wo man die Freude am Theaterspiel, die leichthändige und behände Umgehensweise mit Stücken - über die wir uns hier die Köpfe heiß reden mögen - locker umzugehen versteht.

Es ist leider nur ein einziger Abend, aber der vermag doch erfrischend aufzuzeigen, wie fern uns diese Welt und ihre Menschen zwar sind, aber welche Impulse ihre Sicht- und Lebensweise unserem Kunstverständnis zu geben vermögen."
theaterkritiken.de


"Begegnung zweier völlig verschiedener Kulturen und die Schwierigkeit des gegenseitigen Verstehens: das Bühnenstück "Warten auf Regen" des irakisch-kurdischen Regisseurs Ihsan Othman   "Es muss weiter gehen!"... Wie zum Nachdruck klopft der Theaterregisseur Ihsan Othman mit seinen Fingerspitzen im Silbenrhythmus auf den Holztisch.

"Man kann nicht immer nur sagen: Wir hatten eine schlimme Vergangenheit. Man kann sich zwar beschweren, aber darin zu verharren, ist keine Lösung. Wenn man ein Problem hat, liegt es an einem selbst, sich aus der Situation Schritt für Schritt zu befreien. Das wollten wir mit unserem Stück zeigen."

"Warten auf Regen" heißt das Stück, von dem Ihsan Othman da spricht. Das "Internationale Offene Theater" führte es im vergangenen Oktober in Potsdam und Berlin sowie im Dezember in Erbil und Dohuk in Irak-Kurdistan auf.

Adaption von "Warten auf Godot"

"Warten auf Regen" ist das vierte Theaterstück, welches das von Ihsan Othman und der Schauspielerin Antje C. Hobucher 2005 in Berlin gegründete "Internationale Offene Theater" inszenierte. Darin werden stets Bezüge zur gegenwärtigen Situation im Irak hergestellt. "Warten auf Regen" ist eine Adaption von Samuel Becketts "Warten auf Godot".

Nach der Aufführung von "Der Tod und das Mädchen" vor einem Jahr, in der man sich noch aufgewühlt mit Fragen nach Vergeltung, Recht und Gerechtigkeit, Schuld und Sühne sowie mit der Bewältigung der Diktatur unter Saddam Hussein auseinandersetze, bot sich die Adaption von "Warten auf Godot" zu einer erweiterten Reflektion an.

"Es ist eine Auseinandersetzung der Iraker mit sich selbst und mit ihrer Situation: Wie kam es dazu und wo stehen wir jetzt?", erläutert Antje Hobucher. Auf einer zweiten Ebene, fasst Mitorganisator Eduardo Fernández-Tenllado zusammen, handelt das Bühnenstück von der Begegnung zweier völlig unterschiedlicher Kulturen, den Schwierigkeiten den anderen zu verstehen, von Annäherung und Abgrenzung, Erwartung und Projektion.

Ganz im Gegensatz zu der Aufführung "Der Tod und das Mädchen", bei der es zu hitzigen Debatten gekommen war, beobachtete Eduardo Fernández-Tenllado nunmehr eine gewisse Gelöstheit bei der Aufführung von "Warten auf Regen".

Modernes Babylon

Das besondere an der Theatervorstellung war, dass es insgesamt vier unterschiedliche Inszenierungen gab: eine englische, eine deutsche, eine kurdische, sowie eine in gleich mehreren Sprachen. Jede Inszenierung wurde von einem anderen Regisseur geleitet, so dass unterschiedliche kulturelle Aspekte in die Aufführungen einflossen.

Zwischen Resignation und Hoffnung: die beiden Protagonisten Arabo und Kaki im Nirgendwo der Wüste Die mehrsprachige Inszenierung wurde von Ihsan Othman geleitet. Darin sprach jeder Schauspieler die Sprache seines Landes, so dass ein "modernes Babylon" aus Kurdisch, Arabisch, Farsi, Amerikanisch und Deutsch entstand. Die Schauspieler vermittelten so nicht nur die Sprachlosigkeit, sondern erlebten sie auch unmittelbar bei sich selbst und verliehen deshalb dem Stück eine besondere Spannung.

Der irakischen Aufführung ging ein einwöchiger Workshop voraus, in dem das Stück der konfliktreichen Situation im Irak angepasst wurde: Den Schauplatz verlegte man in die Wüste. Die ursprünglichen Charaktere "Wladimir" und "Estragon" heißen nunmehr "Arabo" und "Kaki" - kurdisch für "Araber" und "Kurde".

Aus Herrn "Pozzo" und seinem Diener "Lucky" wurden eine amerikanische Offizierin sowie deren deutsche Söldnerin. Und der kleine Junge bei Beckett wird in die Gestalt eines Engels verwandelt, gespielt von einer iranischen Schauspielerin.

Arabo und Kaki, welche gerade erst dem Gefängnis entflohen sind, haben sich in der Wüste verirrt. Bei der Suche nach dem Ausweg treffen die amerikanische Offizierin und deren deutsche Söldnerin auf die Beiden. Die Araber hoffen, dass die Amerikanerin und die Söldnerin den Weg aus der Wüste kennen.

Doch die Hoffnung erfüllt sich nicht. Sie müssen erkennen, dass diese ebenso ratlos sind und umgekehrt hofften, dass die Iraker den Weg kennen würden, da sie sich doch als Einheimische auskennen müssten. So verharren Arabo und Kaki also weiter ratlos an ihrem Platz, während die Soldaten weiter ziellos durch die Wüste irren.

Die Akteure schwanken zwischen Resignation und Hoffnung, wobei sich beides als hemmend erweist. Und letztendlich erstarrt man in diesem Wechselspiel von Warten und Erwartung.

Selbst der Engel als übernatürliche, allmächtige Figur, welcher den Suchenden in der Wüste erscheint, kann ihnen nicht helfen, sondern verkündet ihnen nur regelmäßig das Kommen des Regens bzw. des Retters, ohne dass dieser jemals wirklich erscheint. Das Ende bleibt offen.

Heilender Humor statt reinigender Regen

Das zentrale Thema des Stückes ist das Warten – ob nun auf Godot, Gott oder den Regen. Als Zuschauer wartet man jedoch vielmehr auf die Erkenntnis der Protagonisten, dass es an ihnen selbst liegt, das Schicksal in die Hand zu nehmen und den nächsten Schritt zu gehen, als auf unbestimmte Hilfe von außen zu hoffen.

Überwältigende Medienresonanz: Nicht nur im Irak, sondern auch in Deutschland war das Interesse des Publikums an der Inszenierung groß. "Warten auf Regen" ist die arabische Antwort auf Godot. Ebenso unwahrscheinlich wie das Erscheinen von Godot im Originalstück ist es, dass es in der Wüste regnet. Die Lösung und Loslösung von der Vergangenheit durch den reinigenden Regen bleibt unerfüllt.

Dennoch lässt das Stück einen nicht hoffnungslos zurück. Die Absurdität der Situation und der sich darüber entfaltenden Dialoge verleihen "Warten auf Regen" einen humoristischen Charakter.

Es ist dieser Humor, welcher dem Zuschauer in dieser eigentlich tragischen Situation zu der Distanz verhilft, über welche er sich mit sich selbst auseinandersetzen kann. Der Humor ist für die Schauspielerin Antje C. Hobucher der Reiz an Becketts Stück, denn "er hat eine heilende Wirkung und hilft die Situation zu reflektieren".

Theater als Bühne der Reflektion

Dass Theater im Irak sehr populär ist und dort auch einen Beitrag zur Verarbeitung der noch sehr jungen Geschichte leistet, spiegelt sich nicht nur in den aktuellen Investitionen im Kulturbereich wieder, zumindest in Kurdistan. Theater sei deswegen so bedeutsam, da es auch die Rolle eines Arztes übernehme, da Tausende - wenn nicht sogar Millionen - Ärzte benötigt werden, um das Trauma der Iraker zu behandeln, meint Othman.

Das Theater helfe den Irakern, um ihre Situation besser zu verstehen. Durch Bühnenstücke werde die Vergangenheit besser bewältigt und diskutiert, um den Menschen dann zu ermöglichen, sich wieder dem Leben zuzuwenden und weitergehen zu können. Die Bühne dient als "Behandlungstisch der Gesellschaft".

Bislang stießen die "Warten auf Regen"-Aufführungen überwiegend auf große Resonanz. Theater in Irak und Deutschland waren stets sehr gut besucht und auch die Presse berichtete positiv über das Projekt.

Im Rahmen der Projekte des Internationalen Offenen Theaters mit den Kulturministerien des Iraks und der kurdischen Region, waren bereits mehr als 60 Künstler aus Deutschland und dem Irak an den Aufführungen im In- und Ausland beteiligt. Man sei zwar nur eine kleine Kraft, aber es gehe darum, dass man Initiative ergreife.

Positive Resonanz auch in Deutschland

Regisseur Othman sieht die größte Bestätigung der Theaterprojekte in der anhaltenden Nachfrage: "Ein Zeichen für den Erfolg des Projektes ist, dass es weitergeht, bzw. dass die Nachfrage des Iraks und Deutschlands zunimmt. Zwei Stücke in einem Jahr aufführen zu können, zeugt schon von großem Interesse."

Das Engagement seitens der Iraker sei beeindruckend gewesen. Bei der Erstaufführung von "Warten auf Regen" in Deutschland, war sogar der kurdische Kulturminister anwesend.

Nur an der zügigeren Visa-Vergabe für die irakischen Schauspieler des Ensembles müsse noch gearbeitet werden, sagt Hobucher. Denn die Unsicherheit, ob ein Antrag angenommen werde oder nicht, erschwere die Planung ungemein.

So musste bereits eine Aufführung abgesagt werden, da der Hauptdarsteller kein Visum erhielt. "Aber wir sind insgesamt optimistisch", sagen Hobucher, Tenllado und Othman einstimmig und lachen."
Leonie Kirchner im Gespräch mit Ihsan Ohtmann, Antje Hobucher und Eduardo Fernadez Tenllado, quantara.de