Aufführung von Frauen-Hammam im Irak

Der kurdisch-deutsche Regisseur und Schauspieler Ihsan Othmann (Mitbegründer des Berliner I.O.-Theaters) bearbeitet seit 2007 wechselnd ein Thema, das in verschiedensprachigen Inszenierungen von irakischen Regisseuren mit anderen kulturellen und sprachlichen Hintergründen bearbeitet wird.

Das Stück „Frauen-Hammam“ wurde im Dezember 2009 in Suleymania mit Unterstützung des ITI Deutschland und des Goethe-Instituts unter dramaturgischer Leitung von Ihsan Othmann auf Deutsch, Arabisch, Persisch und Kurdisch aufgeführt.

Kurzfilm der deutschen Aufführung

Die Variationsbreite der Darstellungsform ist beachtlich, vom reinen Monolog, zum Monolog mit durch Videoeinblendungen generierten Momenten eines Dialoges bis zum offenen Disput.
Auch variiert die inhaltliche Schwerpunktsetzung je nach spezifischer Situation der Frauen in verschiedenen Kulturkreisen.
Um dennoch eine grobe inhaltliche Skizzierung zu wagen: Es geht um die verlassene Frau, deren Mann sich einer Geliebten/Zweitfrau zuwendet. Die Verzweiflung der Frau wird dargestellt: Einsamkeit, allein erziehend, arbeitslos, gesellschaftliches Ansehen, wobei die Gefühlsebene betont wird... Im islamischen Kontext spielen zudem religiöse Aspekte eine zentrale Rolle. Spielort ist ein Badezimmer.

Deutsche Inszenierung:
Regie: Ihsan Othmann und Ensemble
Choreografie: Modjgan Hashemian
Schauspielerin: Cornelia Werner
Tänzerin: Johanna Lanzaro
Musik: Christoph Knitt



Arabische Inszenierung:
Regie: Haytham A. Ali
Schauspielerin: Iqbal Naeem



Persische Inszenierung:
Regie: Kaval Sdqi
Schauspielerin: Perwin Abdullah



Kurdische Inszenierung:
Regie: Shafiq Mohammed
Schauspielerinnen: Susan Baba Ali und Hawal Osman