2013

STAMBA - ein interdisziplinäres Kunstprojekt

 

Stamba

Stamba ist ein Kooperationsprogramm zwischen Ägyptischen, Französischen, Deutschen und Irakischen Partnern, das sich vorwiegend im Bereich der Darstellenden Kunst mit der Analyse und Diskussion von Klischees und Stereotypen der gegenseitigen Wahrnehmung in Europa und der Menaregion beschäftigt. Vier Theaterproduktionen aus den beteiligten Ländern werden zwischen dem 31. Oktober und dem 3. November in Bagdad 2013 im Rahmen des Programms "Baghdad - Kulturhauptstadt des arabischen Raumes" in die Premiere gehen.

Im Anschluss werden die vier Produktionen in Berlin, Kairo, Marseille und Georgetown gezeigt werden.

Stamba ist ein Projekt von EMCUE e.V.

 

STAMBA is a theater art program between Egypt, France, Germany and Iraq, where clichés and
stereotypes in Europe and MENA will be analysed and discussed. Four theater plays are at the center
stage, which are produced in each country and will premiere from October 31 to November 3, 2013 in
Baghdad, as part of the activities "Baghdad – Arab Capital of Culture 2013". Thereafter, the
productions go on tour and are staged in Berlin, Cairo, Georgetown and Marseille.

Stamba is a project of EMCUE e.V,

 

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Mehr: INFO-PDF zum Projekt

Deutscher Beitrag beim "Experimental Theatre Forum" in Bagdad ausgezeichnet

National Theater BaghdadMit dem Hauptpreis für die beste szenische Umsetzung/ Aufführung wurde am 7. Mai 2013 die Inszenierung von Lorcas „Bernarda Albas Haus“ des Berliner „IO-Theater“ von der international besetzten Jury ausgezeichnet. Das „Experimental Forum Festival“ gehört zu den offiziellen Veranstaltungshöhepunkten des Programms der „Kulturhauptstadt Bagdad 2013“.

Die Inszenierung des irakisch-stämmigen Berliner Regisseurs Ihsan Othmann,die das Stück als musikalische Theater- und Tanzperformance präsentiert, wurde im Rahmen einer Gastspielreise vom 23.April bis zum 4. Mai in verschiedenen Irakischen Städten gezeigt.

Zum Festival in Bagdad war „Bernarada Albas Haus“ für eine Aufführung im „Muntada-al-Masra“, dem „Theaterhaus Bagdad“ am 30. April eingeladen worden. Auf Wunsch der Organisatoren präsentierten die sieben Schauspielerinnen und Musiker-innen die Aufführung spontan am Tag darauf noch ein zweites Mal. Diese Vorstellung fand auf der Bühne des 1200 Plätze umfassenden Nationaltheaters statt.

Weitere Vorstellungen fanden in Dohuk und in Sulaymaniyah im Norden des Irak in der Autonomen Region Kurdistan statt.

Wegen der gegenwärtig angespannten Lage im Irak musste das deutsche Team einen ungewöhnlichen und mutigen Entschluss fassen. Da kurzfristig die zugesagten Rückflüge aus Bagdad in die Kurdische Region nicht mehr verfügbar waren, mussten die Teilnehmer mit Taxis auf dem unsicheren Landweg durch den Zentralirak und über Kirkuk nach Sulaymaniya fahren. Um das Risiko, als Europäer erkannt zu werden, zu vermindern, nutzen die Darstellerinnen ihren Kostümfundus und gelangten, mit schwarzen Kopftüchern verhüllt ohne Zwischenfälle in die gesicherte Kurdische Region.Foto Bernarda Albas Haus Irak 2013

 

Federico Garcia Lorca 

Bernarda Albas Haus

Mit: Corinna Mühle, Sharon Isabelle Rupa, Carmen Romero, Javeh Asefdjah, Sara Löffler, Miako Klein and Nora Krahl

Regie: Ihsan Othmann

Choreographie und Assistenz: Johanna Devi

 

Sendebeitrag des Ersten Deutschen Fernsehens über den Besuch der Produktion

 

Chistoff Bleidt

 

Irakisch-deutsches Theatertreffen 2013

BAGDAD - ERBIL – BERLIN

Theaterhaus in Zusammenarbeit mit dem TAK und „ kulturaustausch.net“
Gefördert durch das Kulturministerium der Regionalregierung Kurdistan/ Irak und das Goethe-Institut Irak

Nachdem am 7.5. 2013 die deutsche Inszenierung  von „Bernarda Albas Haus“  beim „Bagdad International Experimental Theatre Forum Festival“  mit dem Preis für die beste Aufführung ausgezeichnet wurde  sind nun in Berlin zwei Gastspiele aus dem Irak zu sehen. Sie zeigen zeitgenössische Inszenierungen aus Bagdad und Erbil,  die sich gesellschaftskritischen Themen widmen:

FauenmelodieTAK Web 1024x683„Frauenmelodie“ von Mithal Al-Tameemi, Gastspiel des renommierten Mohtaraf Theaters Bagdad stellt die von Freiheitsentzug und Gewalt bedrohte  Situation irakischer Frauen ins Zentrum. Die Inszenierung gehört zu den am meisten beachteten Inszenierungen dieses Jahres im Irak und war die Auftaktaufführung zum Jahr der "Kulturhauptstadt Bagdad 2013. Der junge Regisseur Sinan Al-Azzawi ist derzeit auf Einladung des Auswärtigen Amtes Gast beim Besucherprogramm des Theatertreffens. Er wird vor Beginn der Vorstellung seine Inszenierung  erläutern.

In „Tagebuch eines Kämpfers“ erzählt Regisseur Hewa Suaad Al-Hamawandi, der  Leiter des über die Grenzen hinaus bekannten Theaterfestivals in Erbil die Geschichte eines verarmten Alten, der für seinen Widerstandskampf gegen Saddam Hussein auf eine Rentenentschädigung durch die neue Regierung hofft- umsonst.

Die ursprünglich geplante Aufführung des Stückes „Wächter des zerbrochenen Stuhls“ aus Dohuk muss wegen Visaproblemen leider ausfallen.


externer Link Presse

 
Termine:
Mittwoch 15.Mai | 20.00 Uhr:
„Frauenmelodie“ von Mithal Al-Tamemi
Regie: Sinan Al- Azzawi
Mit: Hanaa Al-Dulaimi und Asma Al-Dulaimi
Eine Produktion des Nationaltheaters Bagdad

Donnerstag, 16.Mai |  20:00 Uhr:
„Tagebuch eines Kämpfers“ von Dilshad Hussain                          
(nach Gabriel García Márquez: „Der Oberst hat niemand, der ihm schreibt“)
Regie: Hewa Suaad Al-Hamawandi
Mit: Tara Abdulrahman und Yousif Osman
Produktion des Künstler-Theaters Erbil

Ort:
Theater Aufbau Kreuzberg
Prinzenstraße 85 F, 10969 Berlin
Im AUFBAU HAUS
Eingang über den Prinzenhof

Weitere Infos und Karten hier
Eintritt: 13,- €, erm. 8,- €