2011

Kulturszene im Irak

Botschafterin deutscher Kultur am Tigris

 


Nach langen Jahren des Terrors entwickelt sich in Bagdad wieder eine lebendige Literatur-, Film- und Theaterszene. Birgit Svensson hat sich mit Kulturschaffenden in der irakischen Hauptstadt unterhalten.

Die Journalistin Birgit Svensson
publizierte am 11.11.2011 auf dem Internetportal Qantara.de einen Beitrag über unsere Kollegin Hella Mewis (zweite von rechts) und ihren Arbeitsaufenthalt in Bagdad.

 

3. Baghdad International Film Festival (BIFF) 2011

3. Baghdad International Film Festival (BIFF) 2011

Programm 3. Baghdad International Film Festival (BIFF)Vom 03. bis 10. Oktober 2011 findet das Baghdad International Filmfestival (BIFF) im Nationaltheater Bagdad statt (Das komplette Programm ist als PDF-Datei durch Mausklick auf das Plakat links abrufbar). Nach 2003 ist es das dritte Festival dieser Art. Es werden 140 Filme aus 30 Ländern in den Kategorien Dokumentarfilm, Kurzfilm und Spielfilm präsentiert. Deutschland ist als Ehrengast geladen.

Hauptaugenmerk liegt auf den Themen Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Gerechtigkeit. In dem Sonderprogramm "Women behind Camera" werden 22 Filme von Frauen aus arabischen Ländern gezeigt. Organisiert wird das Filmfestival von der NGO "No-Borders Iraqi Cinematographers".

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1. Internationales Theaterfestival in Erbil

Erbil, Kurdistan/Irak, 25.09.2011, Presseinformation

Stadttheater Konstanz ist vierfacher Preisträger beim ersten internationalen Theaterfestival im Irak
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Mit der offiziellen Preisverleihung ging in Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan am 24. September das erste Internationale Theaterfestival im Irak zuende.

Ministerpräsident Bahram Salih überreicht Dr. Haytham die AuszeichnungSechs Tage lang präsentierten über 100 Künstler aus neun Staaten ein breites Spektrum aktueller internationaler Theaterproduktion. Als deutschen Beitrag zeigte das Theater Konstanz die Inszenierung „Mutter Courage und ihre Kinder“ (Regie Thorleifur Örn Arnarsson). Weitere Beiträge kamen aus Griechenland, dem Iran, Italien, Japan, Polen, Schweden und der Schweiz. Das gastgebende Land war mit einer arabischen Inszenierung aus Bagdad sowie mit einer kurdischen Inszenierung aus Erbil vertreten.

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Irakisches Gastspiel im Tiyatrom

Am Dienstag, dem 22. Februar 2011, 19:00 Uhr findet im Tiyatrom, Alte Jakobstr. 12, 10179 Berlin das Theaterstück "Message From Hell" unter Regie von Shirwan Qasim, Text: Dilshad Mustafa, statt. Der Regisseur und die beiden Darsteller sind Studierende an der Hochschule der Schönen Künste Suleymania. Für dieses Theaterstück erhielten sie im Jahr 2010 vom Kulturministerium Kurdistan/Irak die Auszeichnung "Beste Inszenierung".



Eintritt frei. Gefördert durch das Kulturministerium Kurdistan/Nordirak, Direktion Theater Sulaymania. In Kooperation mit Theaterhaus Berlin Mitte.

Eindrücke der Schauspielerin Cornelia Werner - Ein Reisebericht

conny_09_web_0216Ende Juni rief mich mein Regisseur Ihsan Othmann aus dem Irak an und fragte mich, ob ich nicht wieder an einem Projekt im Irak mitwirken möchte. Bereits eine Woche später fuhr ich nach Erbil/Irakisch Kurdistan. Unsere Zusammenarbeit ist auf das Jahr 2009 zurückzuführen. Damals hatten wir gemeinsam an dem Stück "Frauen Hammam" gearbeitet, das in kurdischer und deutscher Sprache aufgeführt werden sollte. Diese Inszenierung wurde nun zusammengeführt. Wir hatten das große Glück, dass die renommierte Schauspielerin Iqbal Naeem vom National Theatre of Bagdad sich Zeit für unsere Zusammenarbeit nehmen konnt und einige Tage später in Erbil eintraf. Grundidee des Theaterstücks ist das Auseinandertreffen von drei weiblichen Figuren unterschiedlicher kultureller Herkunft, die in einem Raum auf einen Mann treffen, woraus sich eine außerordentliche Dynamik entwickelt. Am 14.07. sind alle Schauspielerinnen und Schauspieler für die Inszenierung "Wie lange sollen wir noch warten" vollzählig an einem Tisch versammelt. Iqbal Naeem gehört zur sehr erfahrenen, professionellen Generation irakischer, arabisch sprechender Schaupielerinnen, die auf die engagierte junge, kurdisch sprechende Schauspielerin Kaval Sdqi (siehe Foto) trifft. Die deutsche Schauspielerin Cornelia Werner und der Schauspieler Dr. Recardos nehmen ebenfalls an diesem Vorbereitungstreffen teil. Obschon der männliche Charakter im Mittelpunkt der Inszenierung steht, werden explizit die Schicksale der drei Frauen, ihre Beziehung zueinander und ihre Befreiung aus einer unglücklichen Situation verhandelt. Uns blieben zehn Tage, um die Texte neu zu erarbeiten, die drei Frauenfiguren und die männliche Figur auf der Bühne miteinander in Beziehung zu setzten, uns um Bühnentechnik und Bühnenbild zu bemühen, die Tänzerin Johanna Devi in das Stück einzufügen und die musikalische Begleitung von Christoph Knitt und Jörg Schneider zu erarbeiten. Eine Bereicherung bestand auch hier darin, menschliche und kulturelle Grenzen auszuloten und produktiv wirken zu lassen. Nach zehn Tagen intensiver Textarbeit und Proben wurde „Wie lange sollen wir noch Warten“ am 22.07. und 23.07.2011 erfolgreich in Erbil aufgeführt. Das kontroverse Thema des Stückes und die Besetzung fanden im Publikum großen Anklang.